Augenärzteverzeichnis

Glossar

Das Glossar erklärt Fachbegriffe aus der Augenheilkunde und zum Augenlasern in einfachen Worten. Jede Erklärung beginnt mit einer Definition in ein bis zwei Sätzen und nennt danach, worauf sie sich stützt.

10 Begriffe

Femto-LASIK

Femto-LASIK ist eine Augenlaser-Operation gegen Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit oder Hornhautverkrümmung, nach der man im besten Fall ohne Brille oder Kontaktlinsen auskommt. Ein erster Laser löst dafür eine hauchdünne Schicht der Hornhaut und klappt sie zur Seite, ein zweiter Laser trägt darunter gezielt Gewebe ab, um die Brechkraft des Auges zu verändern. Anschließend wird die Schicht zurückgelegt, sie wächst von selbst wieder an, ohne dass genäht werden muss.

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Trans-PRK

Trans-PRK ist eine Augenlaser-Operation gegen Fehlsichtigkeit, bei der der Laser die Hornhaut von außen bearbeitet, ohne vorher einen Schnitt oder eine Klappe anzulegen. Er trägt die oberste Zellschicht und das Gewebe direkt darunter in einem einzigen, berührungsfreien Schritt ab, um die Brechkraft des Auges zu verändern. Weil dabei keine Hornhautlamelle wie bei der LASIK entsteht, muss die offene Oberfläche einige Tage lang zuheilen, in dieser Zeit trägt das Auge eine schützende Verbandlinse.

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Lentikelextraktion (SMILE, SmartSight)

Die Lentikelextraktion, unter den Markennamen SMILE oder SmartSight bekannt, ist eine Augenlaser-Operation gegen Fehlsichtigkeit, die mit einem besonders kleinen Schnitt auskommt. Ein Laser schneidet dafür im Inneren der Hornhaut ein kleines Gewebescheibchen heraus, das Lentikel, und entnimmt es über einen nur wenige Millimeter kleinen Zugang. Die Hornhautoberfläche bleibt dabei weitgehend unberührt, ein größerer Schnitt wie bei anderen Verfahren entfällt.

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LASIK

LASIK, ausgeschrieben Laser-in-situ-Keratomileusis, ist der Sammelbegriff für Augenlaser-Verfahren gegen Fehlsichtigkeit, bei denen zunächst eine dünne Schicht der Hornhaut angelegt und zur Seite geklappt wird, bevor ein Laser darunter Gewebe abträgt und so die Brechkraft des Auges verändert. Die moderne Variante, bei der diese Schicht mit einem Laser statt mit einem mechanischen Schneidegerät angelegt wird, heißt Femto-LASIK und ist heute die am häufigsten eingesetzte Form.

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PRK / LASEK

PRK und LASEK sind zwei verwandte Augenlaser-Verfahren gegen Fehlsichtigkeit, bei denen der Laser die Hornhaut von der Oberfläche aus behandelt, ohne vorher eine tiefere Schicht anzulegen wie bei der LASIK. Bei der LASEK wird dafür nur die oberste Zellschicht, das Epithel, kurz zur Seite geschoben, der Laser behandelt das Gewebe darunter, danach wird das Epithel zurückgelegt oder wächst von selbst nach.

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Excimerlaser

Der Excimerlaser ist ein Ultraviolett-Laser, der beim Augenlasern gezielt Hornhautgewebe abträgt, im Mikrometerbereich, also in Tausendstelmillimeter-Schritten, und dadurch die Brechkraft des Auges verändert. Er kommt bei praktisch allen Augenlaser-Verfahren zum Einsatz, etwa LASIK, Femto-LASIK, PRK, LASEK und Trans-PRK, jeweils nachdem die Hornhautoberfläche durch eine Lamelle oder eine Epithelabtragung dafür vorbereitet wurde.

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Femtosekundenlaser

Der Femtosekundenlaser ist das Werkzeug, mit dem beim Augenlasern besonders feine und präzise Schnitte in der Hornhaut gesetzt werden, computergesteuert statt von Hand. Er arbeitet mit extrem kurzen Lichtimpulsen, gemessen in Femtosekunden, also Billiardstel-Sekunden. Er löst bei der Femto-LASIK die dünne Hornhautschicht, schneidet bei der Lentikelextraktion das kleine Gewebescheibchen heraus und kommt zunehmend auch bei bestimmten Schritten der Kataraktoperation zum Einsatz.

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Grauer Star (Katarakt)

Beim Grauen Star, medizinisch Katarakt, trübt sich die natürliche Augenlinse ein, meist weil das Auge ganz normal älter wird. Das Sehen wird dadurch nach und nach unschärfer, Farben wirken blasser, und man wird empfindlicher gegenüber hellem Licht. Es gibt kein Medikament dagegen, die einzige wirksame Behandlung ist eine Operation.

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Kataraktoperation

Die Kataraktoperation ist der Eingriff, mit dem der Graue Star behandelt wird. Der Operateur entfernt dabei die eingetrübte Augenlinse und setzt eine künstliche Linse ein, die Intraokularlinse. Der Eingriff erfolgt meist ambulant unter örtlicher Betäubung und dauert in der Regel nur wenige Minuten je Auge. Für die Standardversorgung mit einer einfachen Kunstlinse, der Monofokallinse, übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung die Kosten vollständig.

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Intraokularlinse (Kunstlinse, IOL)

Eine Intraokularlinse, kurz IOL oder Kunstlinse, ist die künstliche Linse, die bei der Kataraktoperation anstelle der eingetrübten natürlichen Augenlinse ins Auge eingesetzt wird. Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt als Regelversorgung eine einfache Linse mit einem festen Fokusbereich, die Monofokallinse. Wer sich für eine Premiumlinse mit zusätzlichen Funktionen entscheidet, etwa eine multifokale oder eine torische Linse, zahlt den Aufpreis gegenüber der Regelversorgung selbst.

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